172015Aug
Die Angst – der häufigste Grund, nicht zum Zahnarzt zu gehen!

Die Angst – der häufigste Grund, nicht zum Zahnarzt zu gehen!

Ist Angst vor dem Zahnarzt heute noch nötig? In Deutschland leiden ca. 12,5 Millionen Menschen unter Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung. 65 Prozent der Deutschen fühlen sich beim Zahnarzt mehr oder weniger „unwohl“.

Das Schlimme daran ist: Der Gang zum Zahnarzt wird wirklich erst dann angetreten, wenn die „dicke Backe“ oder ein eventueller Zahnverlust schon eingetreten sind.

Was sind die Gründe für die Angst vor dem Zahnarzt?

Schlechte Erfahrungen bei einer früheren zahnärztlichen Behandlung als Erwachsener oder als Kind, negative Erlebnisse aus dem Familien- oder Freundeskreis, oder Angst, weil falsch informiert wurde, sind die meisten Gründe für diese Angst. Dabei ist, wie bei allen Ängsten, auch die Angst vor dem Zahnarzt heilbar: Heilbar durch neue, gute Erfahrungen.

Damit wir als erstes Ihr Vertrauen gewinnen

Wenn es sich bei Ihnen um einen Patienten mit Angst handelt, versuchen wir, als erstes, Ihr Vertrauen zu gewinnen.

Dazu führen wir in einer entspannten Atmosphäre ein druckfreies Gespräch. Das heißt, wenn bei Ihnen nicht gerade eine außergewöhnliche Notsituation (z.B. akuter Schmerz) vorhanden ist, werden wir beim ersten Treffen erst einmal die notwendige Behandlung und die verschiedenen möglichen Wege besprechen.

Nun können Sie sich entscheiden, ob Sie erst nach Hause gehen möchten, oder ob Sie schon mit der ersten leichten Behandlung oder Behandlungsvorbereitung beginnen wollen.

Die Narkosebehandlung – eine weitere gute Möglichkeit

Sitzt die Angst jedoch zu tief, können wir einen erfahrenen Facharzt für Anästhesie hinzuziehen und unsere „Angsthäschen“ unter Narkose behandeln. Dies hilft erwachsenen Angstpatienten genauso, wie unseren kleinen Patienten, die eine nötige Behandlung oft nicht zulassen. Die Narkosebehandlung wird nach den modernsten medizinischen Erkenntnissen und höchstem Sicherheitsstandard durchgeführt. Beim gesunden Patienten ist heutzutage die Belastung sehr gering und kaum höher als das Risiko einer örtlichen Betäubung.

Die Dauer der Narkose kann problemlos auf mehrere Stunden ausgedehnt werden. Das heißt, sie kann für kleine als auch für größere Eingriffe angewandt werden.

Eine Behandlung mit Beruhigungsmitteln

Eine Behandlung mit Beruhigungsmitteln kann bei einigen Patienten auch sehr sinnvoll sein. Sie beruhigen und machen ein wenig müde, in einigen wenigen Fällen aber auch eher lustig. Die angstlösende Wirkung ist es, die sie für die Zahnbehandlung dann sehr wertvoll machen! Sie wirken jedoch nicht bei jedem Kind oder Patienten.

Die Schlafnarkose – oder auch Analgosedierung genannt

Auch die Analgosedierung führen wir in Zusammenarbeit mit unserem Anästhesisten durch. Die Analgosedierung ist ein individuell auf den Zustand des Patienten zugeschnittenes Verfahren, das ihn in einen Dämmerzustand versetzt. Das Besondere dabei ist, dass trotz Ausschaltung von Schmerz, Angst und der bewussten Wahrnehmung, der Patient mit uns kooperieren kann.

Die einfache und sichere Handhabung der Analgosedierung beinhaltet auch, dass der Patient unmittelbar nach der Behandlung ohne Nebenwirkungen wieder in seinen ursprünglichen Bewusstseinszustand zurückversetzt wird.

Zu diesem wichtigen und aktuellen Thema Angst beraten wir Sie gerne! Tel.: 49 (0)231 / 37 90 10

Bildnachweis: © stockme – fotolia #83122020